Weiterbildung zum/zur Waldorf-FachlehrerIn

Das Besondere an Fachlehrer*innen an Waldorfschulen ist, dass diese (je nach deren Kompetenzen und Zulassungen) eine Klasse von der Einschulung bis zum Schulabschluss (erweiterte Berufsbildungsreife eBBR, Mittleren Schulabschluss MSA oder Abitur) unterrichten können. Der künstlerische Fachunterricht fördert die ganzheitliche Entwicklung der Kinder und unterstützt durch Wiederholung auf künstlerisch praktischer Ebene die Lerninhalte des Hauptunterrichts.

Der Fachunterricht schließt in der Regel an den Hauptunterricht der Klassenlehrer*innen bzw. der Oberstufenlehrer*innen an und umfasst folgende Bereiche: Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch), Musik, Eurythmie, Turnen/Sport und viele künstlerische und/oder handwerkliche Fächer (Malen, Zeichnen, Plastizieren, Schneidern, Werken, Gartenbau, Schmieden…). Die Fächer werden zum großen Teil von Kolleginnen und Kollegen unterrichtet, die sich ganz auf ihre Fachkombination spezialisiert haben. Daneben ergänzen viele Klassenlehrer*innen ihr Deputat um Stunden in einem Nebenfach.

Die Fachlehrer*innen müssen neben dem erforderlichen Fachwissen vor allem die innerliche Beweglichkeit, das Gespür und das Einfühlungsvermögen haben, den Lehrstoff aus der Gegebenheit des Augenblicks zu präsentieren. Voraussetzungen sind: künstlerische, fachliche, anthropologische und pädagogische Studien.