Christiane Görner

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen,

Christiane Görner ging am vergangenen Freitag über die Schwelle.

Wir denken dankbar an die Zeit, in der sie hier im Seminar als Dozentin engagiert mitgewirkt hat. Die vielen Teilnehmer:innen konnten in den Jahren zwischen 2012 und 2021 auf Christianes unerschöpflich vielfältige sprachkünstlerische Kompetenz, auf ihren individuell suchenden Ansatz und immerwährende ermutigende Motivation bauen – alles basierend auf einem lebendigen humorvollen Blick auf das Werdende.

Mit ihren differenzierten Wahrnehmungen für kleinste Entwicklungen bereicherte Christiane die Konferenzarbeit, stets fragend, was wir besser machen können, was sie noch besser machen kann – stets geistoffen.

Den Kolleg:innen in Alanya wurde Christiane eine Stütze und freundschaftlich verbundene, künstlerisch wirksame Kraft und Hilfe. Hier zeigte sich auch Christianes verbindliche Treue zu einer Aufgabe und zu den ihr anvertrauten Menschen, indem sie aufgrund der Anforderungen sich die türkische Sprache sprachkünstlerisch erarbeitete.

Sie ging immer in die Tiefe, um künstlerische Wirksamkeit zu erreichen, sie hasste Fassade, aufgesetzten Aktionismus und Oberflächlichkeit.

Intensiv und kreativ arbeitete Christiane an unseren Kampagnen für den Neubau auf dem Gelände in Mitte mit. Ein Claim, den sie für eine Postkarte kreierte lautet: „Engel. Landeplatz.

Du bist stets sehr willkommen.

In Dankbarkeit für das Kollegium

Christoph Doll

Waldorf Spezial 2026/28

Liebe Interesierte an unserem Waldorf Spezial,

ab 18. Oktober 2026 starten wir mit unserem neuen zweijährigen Kurs für Sonder-, Inklusions- und Heilpädagog:innen.

Weitere Infos zu Kosten, Aufbau u. Anmeldung

ALLENSANG Nr. 7

Das Seminar für Waldorfpädagogik Berlin lädt herzlich zum nächsten Abend des gemeinsamen Singens am Montag, den 26.01.2026 um 18:30 Uhr in die Aula der Waldorfschule in Berlin-Mitte ein!

Wir nennen diese Art des offenen Gemeinschaftssingens einen „Allensang“. Wir bringen Menschen aus unseren Communities und von weiter her zusammen, um zu singen.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie alle als unsere Gäste an dieser wunderbaren neuen Tradition des Gemeinschaftssingens, die wir jetzt in siebten Folge hier im Seminar etablieren, teilnehmen würden. Wir stellen Ihnen die Texte zur Verfügung. Sie bringen Ihre Stimmen mit und jeder eine Thermosflasche mit Tee oder Wasser für die Pause.

Bringen Sie Freunde und Bekannte mit!

Wir freuen uns auf das gemeinsame Singen mit Ihnen.

2026: Neue Struktur am Seminar

Iris Didwiszus berichtet uns über die Umstrukturierung der Kurse am Seminar für Waldorfpädagogik Berlin 2026.

 

Weihnachtsbrief 2025

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
es dezembert, der Zweite ist heute, das Jahr 2025 will sich zum Abschluss runden. Allenthalben schaut man zurück auf ein eigenartiges Jahr, das in so vielen Bereichen als Zäsur erscheint – nichts ist mehr wie zuvor, Verabredungen gelten nichts mehr, Verbindlichkeit ist Schwäche und Mitmenschlichkeit droht ein Makel zu werden – und doch leben wir in der Erwartung was da kommen mag –
Es ist genug gesagt, gemeint, gestammelt und behauptet in dieser Zeit. Über alle Kanäle flimmern live die neuesten Nachrichten über Vorkommnisse, die gegen jede Menschlichkeit toben und uns vehement fordern, aus der Flut das Wesentliche zu erfassen, einzuschätzen und einzuordnen. Es ist eine fordernde Zeit, verletzend geradezu.
Dieses Zeitgetriebe können wir doch nur verändern, wenn wir uns begegnen, uns im gemeinsamen Tun treffen, authentische Erfahrungen sammeln und alles Mögliche veranstalten, um vom mechanistischen zu einem lebendigen Denken zu kommen, zu einem Fühlen, das sich an die Menschen und die Mitwelt anschließt und wir mit Hinwendung unsere Umgebung gestalten. Und da beginnt die eigentliche Lehrer:innenbildung – sich mit dem Gewordenen und dem Werdenden verbinden, sich den Phänomenen öffnen und in begeisterter Weise das Erlebte in Unterrichtsinhalt verwandeln.
In jeder Konferenz blicken wir Kolleg:innen dankbar darauf, diese Schritte hier im Seminar begleiten zu dürfen, die leuchtenden Augen der Teilnehmenden, das Staunen und Befragen zu erleben und erkennen zu können: „wie gut für die Kinder, dass hier authentische Erfahrungen gemacht werden, die dann für die Kinder ebenso bereitet werden können.“ Dies sind die Augenblicke der Verbundenheit, der Hinwendung und Zuneigung – es sind Momente der Liebe. Und nichts ist in dieser Zeit wohl wichtiger, als liebefähig zu bleiben. Wir werden nachdenklich, wenn wir beobachten müssen, dass die Waldorflehrer:innenbildung mehr und mehr ausgehöhlt wird. Dass maßgeblich für gute Ausbildung die Geschwindigkeit zur Genehmigung angesehen wird und nicht mehr qualitative Prozesse, substantielle inhaltliche Vertiefung und ein Angebot an Freiraum zur Verinnerlichung und Erweiterung des eigenen persönlichen Spektrums. Es kann in der Praxis viel gemacht werden, auch wenn täglich eigenverantwortlich unterrichtet werden muss, ohne Zweifel, aber Bildung braucht Krise, braucht Freiraum, braucht Vielfalt, braucht Horizont.
Diese reale Gefahr der Verwässerung unserer pädagogischen Gesichtspunkte gehört in die Aufzählung der bedrängenden Momente des Alltags.
Nun können wir aber auch auf das Gezeter verzichten. Schauen wir besser auf die oben beschriebenen guten Momente, die unseren pädagogischen Alltag würzen. Dass dadurch Wirksamkeit erreicht wird, das durften wir vielleicht schon hin und wieder bemerken – Rudolf Steiner drückt es in folgendem Bild aus, das doch zum Ausdruck bringt, dass Liebe eine wunderliche Substanz ist, auf deren Kraft wir bauen können, wenn wir lieben.

„Was Liebe ist, ist etwas so Kompliziertes, dass kein Mensch den Hochmut besitzen sollte, Liebe ihrem Wesen nach ohne weiteres zu durchschauen. Liebe ist kompliziert. Wir nehmen sie wahr, aber keine Definition kann die Liebe ausdrücken. Aber ein Sinnbild, ein einfaches Sinnbild, ein Glas Wasser, das, indem es ausgegossen wird, voller wird, das gibt uns eine Eigenschaft des Liebeswirkens wieder.“
Rudolf Steiner GA 110 – 18.04.1909

Wir wünschen Ihnen und euch allen eine gesegnete Weihnachtszeit, Ruhe und Halt in der Zeit zwischen den Jahren und einen mutigen Start in ein helles 2026!
Herzlich für das Seminar
Iris Didwiszus und Christoph Doll

Neue Ausbildung: eurythmie dual

Die Ausbildung von der Pädagogik zur Eurythmie

Eine Kooperation von Campus Mitte-Ost und dem Seminar für Waldorfpädagogik Berlin für die Region Berlin-Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie die Region Hamburg.
Bringe Bewegung in deine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen!
Erweitere dein Tätigkeitsfeld um neue Dimensionen!
Werde Eurythmielehrer:in!
Wenn du bereits Pädagog:in an einer Waldorfinstitution bist und Eurythmie dich begeistert, bieten wir dir die auf dich zugeschnittene Ausbildung an:
In einer dualen Ausbildung lernst du die Eurythmie als einen bereichernden Zugang zu Kindern und Jugendlichen kennen, entdeckst und vertiefst neue Fähigkeiten bei dir selbst und integrierst diese in dein Arbeitsfeld. Schon während der Ausbildung wirst du deine ersten Schritte als Eurythmielehrer:in machen und dir ein weiteres berufliches Standbein erschließen.
  • Ausbildungsbeginn: August 2026
  • Ausbildungsdauer: 4 Jahre
  • Ausbildungsstruktur und Ausbildungsorte: Blockseminare in Berlin und ein wöchentlicher Kursnachmittag an den Standorten Leipzig, Berlin und Hamburg.
  • Zugangsvoraussetzung: Abgeschlossenes Hochschulstudium oder staatlich anerkannte Erzieher*in-Ausbildung, Erfahrung im waldorfpädagogischen Bereich.
  • Abschluss: Zertifikat durch das Seminar für Waldorfpädagogik Berlin / Campus Mitte-Ost, anerkannt durch den Bund der freien Waldorfschulen und die Sektion für redende und musizierende Künste am Goetheanum und Grundlage für die Erteilung einer Lehrgenehmigung im Fach Eurythmie durch die zuständigen Behörden der Bundesländer.

Infotage:

  • 10.05.2026 – 11-15 Uhr in Hamburg (Rudolf Steiner Haus, Mittelweg 11, 20148 Hamburg)
  • 13.06.2026 – 11-15 Uhr in Berlin (Rudolf Steiner Schule Berlin, Auf dem Grat 1-3, 14195 Berlin)

Ansprechpartner:innen:

Das Team:

Ulrike Baudisch, Berlin
Helga Daniel, Den Haag
Karin John-Sander, Eisenach
Cornelia Klose, Hamburg
Franziska Knetsch, Kleinmachnow
Jutta Rohde-Röh, Flensburg
Jakob von Verschuer, Berlin

eurythmie-dual Flyer Download

Infoblatt 2026

Wir haben zu lange gezögert

In einer Zeit, in der Hunderttausende Menschen in sinnlosen Kriegen sterben, mag es unaufrichtig erscheinen, nur über einen einzigen dieser Konflikte zu sprechen. Dennoch fühlen wir uns am Seminar für Waldorfpädagogik in Berlin verpflichtet, uns dem israelischen Dirigenten Ilan Volkov anzuschließen und einen eindringlichen Appell an unsere Regierungen zu richten, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um das Töten in Gaza zu beenden.

https://youtube.com/shorts/Nr9hesKNtDc?si=AuKIG6RHIe1VVFbu

Schule und Gesundheit / Vortrag von Prof. Zdražil

Audiomitschnitt von einem Vortrag zum Thema „Schule und Gesundheit“ mit Herrn Prof. Dr. Tomáš Zdražil von der Freien Hochschule Stuttgart

Der Vortrag fand am Montag, den 22.09.2025 um 19 Uhr in der Aula der Freien Waldorfschule Berlin-Mitte statt.

Hier die Folie zum Vortrag: Schule und Gesundheit (PDF)

Mit der modernen Schule als einer staatlichen Institution mit wichtigen politisch- gesellschaftlichen Funktionen (Berechtigungserteilung, Allokation, Selektion) werden psychosoziale Belastungsfaktoren für Kinder und Jugendliche verbunden, die negative gesundheitliche Auswirkungen haben können. Vieles davon ist in den Begriffen
„schulischer Leistungsdruck“ und „elterlicher Erwartungsdruck“ enthalten. 
Ausgehend von mehreren empirischen Studien zum Gesundheitszustand der Waldorfschüler stellt sich die Frage nach dem Stellenwert der Gesundheit im waldorfpädagogischen Ansatz. Dieser pädagogische Ansatz, in seiner ausgeprägten Ganzheitlichkeit, wie auch die rhythmisch und langfristig biographisch wirksamen Aspekte von schulischen Erfahrungen und Erlebnissen, scheinen bei Pädagog:innen eine besondere Sensibilität für die gesundheitlich schützenden, vitalisierenden und harmonisierenden Faktoren des Schullebens, zu veranlagen.

Die Kategorien der Gesundheit, der gesunden Entwicklung und des Wohlbefindens der Schüler:innen, werden zunehmend bedeutsam, längst nicht nur unter Medizinern, auch nicht nur unter den Bildungswissenschaftlern, sondern vor allem auch im Bewusstsein der pädagogisch interessierten Öffentlichkeit und der Elternschaft. Die Perspektive der Salutogenese, der Gesundheitsförderung und der begrifflichen Instrumente und Mittel der Gesundheitswissenschaft ermöglicht einen solchen Zugang zur Waldorfpädagogik, der ihre Ziele wie auch die mit manchen Vorurteilen oder mindestens mit terminologischen Schwierigkeiten behaftete, anthroposophische Anthropologie besser verständlich machen kann.

Zur Person:

Prof. Dr. phil. Tomáš Zdražil hat Geschichts-, Archiv-, Erziehungswissenschaft wie auch Waldorfpädagogik studiert. Promoviert hat er im Graduierten-Kolleg der Fakultät für Pädagogik an der Universität Bielefeld mit dem Thema „Gesundheitsförderung und Waldorfpädagogik“. Er hat mehrere Jahre als Klassen- und Oberstufenlehrer in Tschechien gearbeitet und lehrt aktuell an der Freien Hochschule Stuttgart – Seminar für Waldorfpädagogik.

Abschluss 2025

Am 21. und 22. Juli trafen sich alle Seminarist:innen des Waldorfseminares Berlins und verabschiedeten die Klassen,- Fach- und Oberstufenlehrer:innen die in diesem Jahr ihre Aus- und Weiterbildung sowie ihr Masterstudium beendeten.

Es war ein schöner und erfüllener Tag und Abend mit Rückblicken, Ausstellungen der Plastizier und Malarbeiten, mit gemeinsamem Kochen und Essen, Auftritten der Studierenden- und Dozentenband, Zeugnissprüchen für die Dozent:innen und Urkundenübergabe an die Studierenden.

Wir wünschen unseren, jetzt ehemaligen Seminarist:innen für Ihren weiteren Lebensweg alles Gute!

Was tut der Wind, wenn er nicht weht? Jahresrückblick 2025

Stabilisierung mit begeisternden Angeboten und sinnvollen, nachhaltig wirksamen Neuerungen!

Unsere Teilnehmendenzahl hat sich stabilisiert und liegt bei 80, Tendenz steigend. Genau diese Zahl war vor acht Jahren der Ausgangspunkt für einen stetigen Anstieg, bis wir vor fünf Jahren 120 Teilnehmende aufnehmen konnten – dann kam die Pandemie und eine Reihe von multiplen Krisen, die die Menschen unsicher werden ließen. Es gab weiterhin Interesse, aber nicht mehr den Mut, sich auf einen Weg zu machen, der ebenfalls Unsicherheiten mit sich bringt. Denn wer weiß zu Beginn eines Studiums schon, ob die eigenen pädagogischen Fähigkeiten ausreichen werden, ob die waldorfpädagogischen Ansätze und Anforderungen wirklich in das eigene Leben passen, ob eine „Verbindung“ zur Anthroposophie wirklich erduldbar ist… Und abgesehen von diesen individuellen Unsicherheitsgefühlen wissen wir alle, wie einem die permanente mediale Verhandlung der Waldorfpädagogik zusetzen kann.

Entwicklung Studierendenzahlen Seminar für Waldorfpädagogik Berlin

Gleichzeitig zu diesen schon erschwerenden Bedingungen haben sich gesellschaftliche Tendenzen und politische Sachverhalte eingestellt, die ebenfalls uns zur Erschwernis gereichen: Das Ansehen des Lehrberufes ist sehr gesunken, die pädagogischen Studiengänge suchen fast verzweifelt Erstsemester; Quereinstiegsmöglichkeiten in großer Zahl bieten Möglichkeiten schnell und zukunftssicher eine Lehrer:innenlaufbahn zu beginnen und Berlin und manch anderes Bundesland locken – wieder – mit der Verbeamtung.

Es kommen die geburtenschwächeren Jahrgänge, so dass die Klassen nicht mehr voll werden – nichts ist mehr selbstverständlich. Schule muss attraktiv werden, interessant für Eltern, zeitgemäß Entwicklung fördernd für die Kinder, sinnstiftend für die jungen Erwachsenen und einen Arbeitsplatz bietend, der es Lehrer:innen möglich macht, eine Pädagogik für das 21. Jahrhundert zu verwirklichen.

Auch unser gemeinsamer Konsens, was Lehrer:innenbildung leisten und bieten muss und sollte, ist nicht mehr gegeben – zu oft wird nur noch danach geschaut, dass es schnell geht. Weder die „Räte“ noch die „Seminarekonferenz“ noch der „Bundesvorstand“ finden hier zu einem klaren Bild, denn es individualisiert sich überall.

Wenn sich nun aber jemand mit Rhythmen auskennt, dann doch wohl wir Waldorfpädagog:innen. Umso unverständlicher ist es, dass wir diese Kenntnisse nicht für die Prozessgestaltungen und organischen Entwicklungsformen in unseren Einrichtungen und unserer ganzen Waldorf-Bewegung zur Geltung bringen, sondern immer wieder versuchen zu beschleunigen. Wir kommen jetzt erst ins dritte Jahr nach der Pandemie und erwarten schon, dass das allgemeine Trauma überwunden ist und die Zahlen wieder „normal“ werden. Das kann nicht funktionieren.

Was wir aus Berlin signalisieren können ist: Die Anzahl der interessierten Menschen an einen Waldorflehrberuf ist massiv gestiegen – auch wenn noch nicht alle sofort eine Weiterbildung oder ein Studium beginnen. Aber hier gibt es eindeutig einen positiven Trend, außerdem haben wir den Tiefpunkt der Teilnehmendenzahlen wohl erreicht und stabilisieren jetzt dieses Niveau als Basis zur Trendumkehr – das geht alles nicht schnell, wir dürfen aber das Prozessvertrauen und die Geduld nicht verlieren. Entwicklung und Transformation braucht gehörig Zeit.

Wenn wir sagen, wir haben diese Zeit nicht, dann ist das eine andere Diskussion, dann müssen wir wirklich über Qualitäten sprechen. Wir haben hier unsere Studiengänge so umgestellt, dass sinnvolle Effekte eintreten, in Bezug darauf, wie sich die kleineren Studiengruppen effektiver zusammen erreichen lassen.

Das Wichtigste aber in dieser Zeit: Um konkrete reale Erlebnisse erfahrbar zu machen und die Verbindung zu unserer Mitwelt zu spüren und dies als Grundlage zu eigener Urteils- und Begriffsbildung zu stärken, geben wir allen Formen des phänomenologischen Weltzugangs und des künstlerischen Ausdrucks mehr Raum.

Das braucht Zeit, führt aber zu den Elementarerlebnissen, die es braucht für die professionelle Identitätsbildung und die Entwicklung der individualisierten waldorfpädagogischen Methodik der Weltbegegnung.

Ein solcher Bildungsweg braucht Freiraum, braucht Entwicklungsraum, braucht Krise und Neuentdeckung – darauf wollen wir derzeit nicht verzichten.
Die Studierenden danken uns dies, denn diese Form der Entschleunigung und „Neufindung“ ist für manche Biographie wie eine Neuschöpfung.